Besser mobil. Besser leben.: Prioritäten zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Potsdam dargestellt
Konzept soll von Stadtverordneten beschlossen werden

Potsdam. Den Entwurf des fortgeschriebenen Radverkehrskonzeptes der Landeshauptstadt Potsdam hat Andreas Goetzmann, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Stadtentwicklung, gemeinsam mit Norman Niehoff, Bereichsleiter Verkehrsentwicklung, und dem Radverkehrsbeauftragten Torsten von Einem vorgestellt. In dem 302-seitigen Entwurf werden unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur sowie ein Radwege-Zielnetz für die Landeshauptstadt dargestellt. Zudem wird der Bestand der Radverkehrsinfrastruktur umfassend dokumentiert.

*Mit dem Stadtentwicklungskonzept Verkehr 2014 haben die Stadtverordneten beschlossen, dass die Mobilität der wachsenden Landeshauptstadt Potsdam durch eine wesentliche Stärkung der Verkehrsarten des Umweltverbundes gesichert werden soll. Dabei sind der Ausbau und die Stärkung des Radverkehrs ein sehr wichtiger Baustein. Mit der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes legen wir zur Unterstreichung dieses Ziels unseren Fahrplan für die nächsten Jahre fest*, sagte Andreas Goetzmann.

Seit der Verabschiedung des Radverkehrskonzeptes 2008 wurde sehr erfolgreich an der Umsetzung der im Konzept vorgeschlagenen Einzelmaßnahmen gearbeitet. Nun wurde das Konzept fortgeschrieben, um auf die bereits sichtbaren Entwicklungen des Radverkehrs mit zunehmenden Radverkehrszahlen im Kernstadtbereich einzugehen. Schwerpunkte sollen aber auch die neuen Entwicklungen, z. B. durch die stärkere Verbreitung von Pedelecs, und der Ausbau der Radverkehrsverbindungen in die Ortsteile und die Nachbargemeinden sein.

Das Konzept dokumentiert umfassend den Bestand der Radverkehrsinfrastruktur Potsdams auf Basis einer ausführlichen Bestandsaufnahme und -analyse. Das mit dem Radverkehrskonzept 2008 erarbeitet Zielnetz wurde überarbeitet und neu bewertet. Um das Radroutennetz flächendeckend zu vervollständigen, enthält die Fortschreibung Maßnahmen für den Bau oder die Verbesserung von Radverkehrsanlagen und von Kreuzungsbereichen, sortiert nach der jeweiligen Dringlichkeit und Priorität. Es werden darüber hinaus auch Aussagen zur Weiterentwicklung des Fahrradservice, zum Fahrradparken und der Öffentlichkeitsarbeit getroffen.

Torsten von Einem, Radverkehrsbeauftragter der Landeshauptstadt Potsdam stellt fest: „Ein Radverkehrskonzept kann nur erfolgreich sein, wenn es konsequent umgesetzt wird. Sehr viele Maßnahmen aus dem Konzept von 2008 wurden bereits realisiert, weitere sind derzeit in Planung und werden
vorbereitet. Daher ist es nur folgerichtig, das Konzept fortzuschreiben. Nur so können wir nahtlos an die Umsetzung unserer Ziele zur Förderung des Radverkehrs in Potsdam anschließen.“

Bürgermeister Burkhard Exner ergänzt: „Ich freue mich, dass wir auch in den Folgejahren die kommunalen Mittel bereitstellen können, um so weiterhin ins Radverkehrsnetz von Potsdam zu investieren und es auf hohem Niveau fortzuführen. Für das Jahr 2017 werden wir sogar mehr Mittel zur Verfügung stellen können, so dass in diesem Jahr ca. 1,5 Millionen Euro für den Radverkehr umgesetzt werden.“

Die Beteiligung und Mitgestaltung der Öffentlichkeit war der Landeshauptstadt Potsdam bei diesem Anliegen sehr wichtig. Daher gab es zur Erarbeitung des Konzeptes verschiedene Formate der Bürgerbeteiligung, wie z. B. ein Radcafé, eine Planungsradtour, die Jugendbeteiligung sowie die öffentliche Auslegung des Konzeptentwurfes.

Das fortgeschriebene Radverkehrskonzept wird nach Beschluss der Stadtverordnetenversammlung als Entscheidungsgrundlage der Politik und der Verwaltung für das weitere Vorgehen dienen. Die prioritären Einzelmaßnahmen gemäß Kapitel 7 und 8 der Fortschreibung des Radverkehrskonzepts sollen daher nachfolgend und schrittweise in den Jahren 2017 – 2025 umgesetzt werden. Zusätzlich werden bestehende Radverkehrsanlagen instand gehalten und gereinigt sowie Serviceeinrichtungen und die Öffentlichkeitsarbeit für den Radverkehr finanziert.

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